WindCraft

Activity
 84

Situation

Die Energieversorgung stellt eines der zentralen Probleme der Zukunft der heutigen Gesellschaft dar. Der Energiehunger und Konsum steigt stetig, während die Akzeptanz für neue Anlagen und Kraftwerke gering bleibt. Besonders im Bereich der Windenergie wird das gesellschaftliches Problem klar deutlich: Jeder möchte den sauberen Strom aus der Steckdose, keiner jedoch die Anlagen in seiner Gemeinde. Auch als das klassische „not in my backyard“ Phänomen bekannt. Grund der Ablehnung ist oft die enorme Größe der Windkraftanlagen und deren Eingriff ins Landschaftsbild. Mittlerweile ist eine Windkraftanlage eine großtechnische Anlage, deren sich hauptsächlich große Konzerne der Stromversorgung widmen. Deren Fokus liegt auf möglichst großer wirtschaftlicher Effizienz und weniger auf Umweltschutz und Ästhetik. Die Rufe nach einer dezentralen Energieversorgung werden immer größer und können dem Trend von großtechnischen Anlagen und wenig bis gar kein Mitspracherecht für BürgerInnen entgegenwirken. Das Verstehen von Größenordnungen des eigenen Energieverbrauchs und der Umwandlung von mechanischer in elektrischer Energie hin zur Steckdose sowie die Idee ästhetischer und umweltfreundlicher lokaler Stromproduktion müssen hierfür jedoch erst verbreitet werden.

Solution

WindCraft soll die Möglichkeit bieten, Energieproduktion wieder greifbar zu machen. Im Rahmen von Workshops zum Bau von Kleinstwindkraftanlagen aus hauptsächlich recycelten Materialen wird Wissen zur Fertigung von Windanlagen vermittelt und handwerkliche Fähigkeiten werden erlernt. Der Workshop verbindet das theoretische Erlernen von Grundlagen der energetischen Nutzung von Windkraft mit Handwerksfähigkeiten und Eigeninitiative. Die eigene praktische Erfahrung steht hierbei im Vordergrund, worauf auch der englische Begriff Craft (= Handwerk, Kunst, Geschick) hinweist.

Des Weiteren ist das Endprodukt eines jeden Workshops eine Kleinstwindkraftanlage mit ca. 300 Watt Spitzenleistung. Dieses Windrad kann von den TeilnehmerInnen oder WorkshopveranstalterInnen weiter genutzt werden. Möglichkeiten hierfür wäre beispielsweise der Einsatz für Forschungszwecke (Universität für Bodenkultur), im Bildungsbereich (z.B. Physikunterricht), im öffentlichen Raum (z.B. Handyladestation im Park) oder aber auch zur privaten Nutzung einer Gartenhütte.

Institut für Verfahrens- und Energietechnik, Boku Nachhaltigkeitspreis 2016 "Ideen für die Zukunft"
18
0
Please Sign up or Log in to contribute to this idea
Created by  Sandra Kriechhammer a year ago
Co-Author Larissa Zajicek

Contributions

Larissa Zajicek
0
0
2 months ago

Liebe Julia,

dann melde ich mich doch mal zu Wort. Wir haben tatsächlich unseren ersten Workshop an der BOKU im Oktober 2016 durchgeführt. Gemeinsam mit 10 anderen Studierenden haben wir ein Windrad in der Werkstatt des IVETs gebaut. Das ganze wurde sogar als LV angerechnet!

Nach einer kleinen Verschnaufpause, würde wir nun gerne das nächste Windcraft-Projekt starten. Da fehlt es uns jedoch noch an konkreten Ideen. Falls es also Ideen und motivierte Personen gibt, was wir weiter mit unserem Windrad anstellen könnten, oder wo das nächste gebaut werden soll, nur her damit! :)

Windige Grüße,

Larissa

Julia Buchebner
0
0
8 months ago

Liebe Leute, wie gehts euch mit dem Projekt gerade? wo steht ihr so? Bin gespannt von euch zu lesen :) LG JULIA

Julia Buchebner
0
0
a year ago

Liebe Sandra!

Bei euch ist es ja in den letzten Monaten recht rund gegangen :) Gratuliere auch nochmal herzlich zum BOKU Nachhaltigkeitspreis und zu den anderen Auszeichnungen die ihr erhalten habt!! Ich freu mich - und bestimmt auch andere - wenn ihr wieder mal ein Update postet wie es euch mit WindCraft geht und was sich so tut. Die Idee von Crowd Lynx ist die kollektive Weisheit zu nutzen, also wenn es etwas gibt wo wir helfen können, ein Versuch ist es ja wert :)

LG, Julia

Sandra Kriechhammer
1
0

Hallo Julia,

also wir hatten im November letzten Jahres schon ein Gespräch mit Prof. Pröll, der sehr angetan war von der Idee. Einerseits meinte er, dass sie am IVET eh nicht wirklich Windkraft-Spezialisten hätten, und andererseits er das toll findet, wenn Studierende mit so einer Idee kommen. Er hat uns versprochen mit der Vizerektorin für Lehre zu sprechen, um eventuell die Finanzierung zu stemmen. Wir haben immer wieder nachgefragt, aber noch keine Zusage bekommen. Bei der ÖH haben wir jetzt im Frühjahr auch eingereicht, aber ebenfalls noch nichts gehört.

Wir sind jetzt jedenfalls auf der Suche nach Geldmitteln und Unterstützung. Das Interesse an so einem Workshop teilzunehmen ist auf jeden Fall da, das hat uns das Feedback von Mitstudierenden bis jetzt gezeigt.

Durch CrowdLynx erhoffen wir uns einerseits, dass wir von Möglichkeiten erfahren, woher wir eine Förderung bekommen können. Andererseits würden wir auch gerne unser Netzwerk erweitern, und vielleicht eine WindCraft-Community an der BOKU starten!

Liebe Grüße

Sandra

Julia Buchebner
0
0
a year ago

Liebe Sandra, sehr schön danke!

Gibt es denn schon konkrete Andockmöglichkeiten an der BOKU, also wurden denn schon Gespräche geführt wie man den Workshop zB in der Lehre einbauen könnte? Womit könnte euch die "Crowd Lynx Gemeinde" dienlich sein?

Liebe Grüße, Julia