Neue Abfallbehälter für die Boku

Activity
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Situation

Ist Situation: es gibt auf den Standorten Türkenschanze und Muthgasse, Behältersysteme mit vielen kleinen Mistkübeln. In denen bis zu sieben verschiedene Abfallarten entsorgt werden können. Die einzelnen Mistkübel sind klein, nicht bedarfsgerecht, die Deckel liegen auf dem Behälter und sind sicherlich auch nicht einfach zu entleeren auf Grund der niedrigen Höhe.

Ziel ist es ein praktisches Abfallbehältersystem zu entwickeln, welches den Anforderungen des Gebäudemanagements entspricht, den Abfalltrenngedanken fördert und an die Örtlichkeiten angepasst ist. Von den Anforderungen her sollten die Behälter größer, höher und offener sein um den Abfall einfach entsorgen zu können.

Allgemeine Anforderung an die Benutzerfreundlichkeit für ein Abfalltrennsystem:

• Entfernung

• Verständlichkeit (Wiener Trennbesonderheiten aufzeigen)

• einfache Handhabung

• Vermeidung von Geruch und Ungeziefer

• optisch ansprechend

und warum das Ganze? In Zahlen: 2012 fielen an der gesamten Boku 592 t Abfall an. Davon sind 55% Altstoffe. Die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 8,8% gestiegen (aus Umwelterklärung der Boku 2013, S:13) Das ist sehr viel und daher eine Sensibilisierung, sowie eine richtige Trennung der Abfälle erforderlich.

Bei der Idee, die Mistkübel umzugestalten, geht es darum, dass die Abfälle gesammelt bzw. richtig getrennt werden und dies möglichst einfach!

Die Idee der Abfallvermeidung sollte bei der Umsetzung (Neuinstallation) kommuniziert werden.

Solution

Es ist möglich die Erneuerung des Systems im Rahmen einer Lehrveranstaltung als Projekt durchzuführen. Diese Lehrveranstaltung wird jedoch erst im WS 15/16 stattfinden. Bevor es in den Rahmen der Lehrveranstaltung geht, nutzen wir doch die Zeit bis dahin um Ideen und mögliche Hindernisse zu sammeln.

Wer muss beteiligt werden und was brauchen wir darüber hinaus?

• Veranstaltungsleitung, angesiedelt am ABF (bereits angesprochen)

• Reinigungsfirma

• Stabsstelle für Umweltmanagement

• Facility Management

• Studierende und Mitarbeiter

  • Welche Erfahrungen wurden bereits gemacht, als bestehenden Behältersysteme eingeführt wurden?
  • Bitte dokumentiert Überfüllung oder Falschnutzung an den jeweiligen Standorten! Dabei bitte NUR die Mistkübel abbilden (keine Personen oder direkt auf Personen zurückführbare Gegenstände abbilden).
  • Habt ihr Ideen für neue Behälterformen? Habt ihr ansprechende Alternativen schon gesehen, dann bitte mit Foto oder Beschreibung hier anfügen.
Studierende, Mitarbeiter, ABF
BOKU Netzwerk Umweltmanagement, Facility Management,Stabstelle Umweltmanagement
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Created by  Laura Ba 2 years ago
Co-Authors Birgit SteiningerAstrid Fajtak

Contributions

Laura Ba
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2 years ago

Sehr geehrter Herr Braun,

vielen Dank für Ihre umfassende Antwort. Ihre Argumente sind einleuchtend. Die Berücksichtigung aller Gegebenheiten ist wichtig und nun klar. Daher würde ich dankend die Möglichkeit für das Tüwi-Pilotprojekt annehmen.

MfG Laura Bauer

Karl Johann Braun
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Diese Form und das Design der Trenninseln wurde nach einem Auswahlverfahren, wobei auch die schlanken budgetären Mittel berücksichtigt wurden, festgelegt. Die Anzahl der Fraktionen entspricht den Fraktionen die von der MA 48 entsorgt werden. Die Deckel wurden gewünscht, zumal die Farben die Abfallfraktionen in Wien wiederspiegeln sowie bei Unkenntnis des Farbcodes erläuternde Piktogramme angebracht wurden. Weiters hat der geschlossenen Behälter den Vorteil eine eventuelle Geruchsverbreitung weitestgehend zu verhindern. Aus Sicherheitsgründen stehen die Behälter in Metallhalterungen und sind aus brandhemmenden Komponenten. Die Trenninseln befinden sich nicht nur auf den Standorten der Türkenschanze und Muthgasse wie angesprochen, sondern auch in Tulln sowie fast allen anderen Standorten bokuweit. Das Aufliegen eines Deckels lose auf dem Behälter sollte die Ausnahme darstellen, da die MitarbeiterInnen der Reinigungsfirma angewiesen wurden diesen Zustand durch einfaches Einhängen zu beseitigen.
Die Volumen wurden aus optischen Gründen und im Hinblick auf die täglichen Entleerungen (auch mehrmals täglich falls nötig) festgelegt.
Basierend auf den sehr guten Erhaltungszustand (teilweise neuwertig), der flächendeckenden Aufstellung und der damit verbundenen hohen Anschaffungskosten, würde ich im Hinblick auf eine ökologische und auch ökonomische Nachhaltigkeit von einem vorzeitigen Austausch dringend abraten. Das einheitliche System bokuweit wurde bewusst ausgewählt um eine einfache Handhabung und Orientierungshilfe anzubieten.

Gerne werde ich mich bei der Neuausstattung TÜWI neu für ein Pilotprojekt mit möglicherweise anderen Behältern, inputgerecht bzw. aus den Ergebnissen der Lehrveranstaltung, einsetzen.

Wichtig: Die Behältergröße, Beschaffenheit und der Aufstellungsort werden massiv vom Bereich Arbeitssicherheit beeinflusst. Faktoren wie z. B. Stolperfallen, Brandlast, Fluchtwege, -breiten etc. verhindern oftmals einen sinnvollen bzw. optimalen Aufstellungsort.

Thema Abfallaufkommen:
Die Entwicklung der Gesamtmenge des Abfalls an der BOKU sollte immer im Konnex zum Anstieg der Studierendenzahlen, MitarbeiterInnenzahlen, Lehrveranstaltungen etc. gesehen werden. Weiter erfolgten in den letzten drei Jahren große Übersiedelungsvorhaben und Standortveränderungen, bzw. Renovierungstätigkeiten, die im Vorfeld und im Nachfeld zu umfangreichen Entrümpelungs- und Ausscheidungsverfahren führten. In der Gesamtsumme sind neben den Altstoffen, welche in die stoffliche Wiederverwertung gehen und damit die Anteilserhöhung als positive Entwicklung angesehen werden muss, auch sonstige nicht gefährliche Abfälle z. B. Sperrmüll (Möbel und Laboreinrichtungen) und gefährliche Abfälle enthalten.

Die Anteilserhöhung bei den Altstoffen zur Wiederverwertung von 43 % 2012 auf 53 % 2013 bildet das gestiegene Trennverhalten und die Sinnhaftigkeit der Trenninseln, ab.

Bezogen auf die Zahl der Studierenden und die MitarbeiterInnenanzahl konnte das Abfallaufkommen pro Jahr von 55 kg (2012) auf 48 kg (2013) verringert werden.

Für Anregungen, Kritik und Rückfragen stehe ich zur Verfügung.

Mit umweltfreundlichen Grüßen,

Karl Johann Braun, MMSc.

Umweltmanager BOKU

Julia Buchebner
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2 years ago

Ja diese Ideen zur Abfallvermeidung find ich spannend, ein Gespräch mit Karl Braun wäre sicher gut, um zu sehen wie ein möglicher weiterer Fahrplan aussehen könnte bzw. ob er noch weitere Ideen und Erfahrungen dazu hat! Nochmal zurück zu den Trennsystemen - verstehe ich richtig dass du findest dass diese nicht klar genug gekennzeichnet sind? (weil du schreibst es braucht klare Trennsysteme; ich persönlich finde die unsrigen schon recht ausführllich und klar;) ... ) Danke nochmal für die Beiträge!! LG, Julia

Laura Ba
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2 years ago

Die ÖkoBox-Idee wird mit aufgenommen.

Laura Ba
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2 years ago

Hallo Julia,

aus meiner Sicht bedingen sich Abfallvermeidung und einfach nutzbare Mistkübel. Generell steht bei mir Abfallvermeidung an erster Stelle. Da jedoch Abfall anfällt, sollte dieser möglichst korrekt getrennt werden. Um möglichst alle Wertstoffe dem richtigen Recycling zuführen zu können und Restmüll zu reduzieren bedarf es klarer Trennsysteme.

Gut das du das angesprochen hast. Für den Schritt der Abfallvermeidung habe ich einige Ideen, die jedoch eigentlich eigene Arbeitsgruppe vom Umfang her darstellen.

Dies sind unter anderem:

Dazu kommt Kommunikation für bestehende Kanäle mittels Bilder und veranschaulichenden Zahlen.

Dies ist nur der erster Entwurf und ließe sich beliebig ausbauen.

Julia Buchebner
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2 years ago

Liebe Laura! Vielen Dank! Verstehe ich richtig, dass deine Idee darin besteht , größere und höhere Abfallbehälter anzuschaffen, also eine Veränderung im Fassvolumen? Das hat mit den von Dir angeführten Gründen sicher seine Berechtigung, aber ich verstehe nicht ganz wie diese Maßnahme das Müllproblem insgesamt (und damit die Zahlen der Umwelterklärung) verbessern soll...? Die bewusstseinsbildenden Begleitmaßnahmen, die kurz erwähnt werden, finde ich in dieser Hinsicht fast noch zentraler! Dabei würde mich zB interessieren, wie und was du genau meinst mit "Abfallvermeidung mitkommunzieren". Wie könnte das aussehen? Ich denke zu diesem Aspekt wären kreative Ideen bestimmt hilfreich & willkommen! Liebe Grüße, Julia B.
PS: habe unseren Umweltmanagemer mit dem Briefumschlagsymbol eingeladen, wenn wir Glück haben bekommen wir ein Feedback aus seiner Sicht :)