Radfahrverbindung S45 Gersthof bis Türkenschanze

Activity
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Situation

Der Bereich zwischen der S45 Station Gersthof und dem Türkenschanzplatz wird gegenständlich durch öffentlichen Verkehr (Bus und Straßenbahn) und motorisierten Individualverkehr befahren. Dadurch gestaltet sich die Benutzung für Radfahrer unattraktiv. Der Bus fährt hier mit dem Individualverkehr auf einer Spur, was bei Stoßzeiten zu erheblichen Verspätungen und Staus führen kann.
Ab dem Türkenschanzplatz bis zur Einbindung Peter-Jordan-Straße fährt man in einer Spur mit Bus und Autoverkehr und wird dadurch sehr eingeengt und staut auch den Verkehr beim Bergauffahren.

Solution

Im Bereich der Gersthoferstraße wäre es sinnvoll, die Längsparkplätze auf Seite der ungeraden Hausnummern zugunsten eines Mehrzweckstreifens aufzulassen und auf der Seite der geraden Hausnummern die Schrägparker in Längsparker umzuwandeln. Außerdem könnte dadurch der Bus auf den Gleisen der Straßenbahn entflochten vom Autoverkehr geführt werden. Die Reduzierung der Parkplätze kann im Zuge der derzeitigen "Parkpickerl"-Einführung sinnvoll und politisch vertretbar umgesetzt werden.
Ab dem Türkenschanzplatz bis zum Linneplatz (über Max-Emanuel-Straße bzw. Peter-Jordan-Straße) soll ebenfalls ein Mehrzweckstreifen realisiert werden.

Der Mehrwert wäre die Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs, eine Anbindung an die BOKU für den Radverkehr, ein Ausbau der kombinierten Mobilität und eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität im besagten Abschnitt.

Optional könnte noch eine Radfahrverbindung von der S45 Station Gersthof zur S45 Station Hernals angedacht werden.

Magistratsabteilung 28 der Stadt Wien
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Created by  Raphael Vetter 2 years ago
Co-Authors Ruth FartacekMagdalena PitzerJulia Seeburger

Contributions

Raphael Vetter
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a year ago

Hier noch eine Stellungnahme von Martin Rotter, Bezirkrat der Günen in Währing:

Persönlich finde ich das Konzept als ersten Schritt sehr gut, allerdings könnte ich mir auch noch weitereichendere Maßnahmen vorstellen.

Die Lösung in der Max-Emanuel-Str -- aufwärts Gehsteig, abwärts Mzwk -- wurde schon von mehreren Seiten vorgeschlagen. Ich bin nicht unbedingt ein Freund von Mehrzweckstreifen, da sie zu knappen Überholmanövern verleiten, kann mir das abwärts (in einer 30er Zone) aber ganz gut vorstellen. Andererseits freut mich die Umwandlung von Gehsteigen zu Radwegen (gemischter oder reiner Radweg? eher letzteres nehme ich an) auch nicht so richtig, wäre in diesem Bereich aber diskutierbar. Tempo 30 im Bereich Türkenschanzplatz wird vermutlich kein Problem sein, in der Max-Emanuel-Str wird es zu schwierigen Verhandlungen mit den Wiener Linien kommen, aber nicht undenkbar. Ich könnte mir auch eine weiterreichende Verkehrsberuhigung der Max-Emanuel-Str vorstellen, da haben wir aber noch keinen konkreteren Plan, vielleicht gibt es da ja noch gute Ideen dazu?

Eine Verkehrsberuhigung (und damit mehr Platz für Rad und Fuß) auf der Gersthofer Straße steht ebenfalls auf der Agenda (war auch Teil unseres Wahlprogramms), allerdings gibt es da auch noch keine konkreten Pläne. Denke mir aber, dass es wohl in die angesprochene Richtung gehen wird: Parkplätze und/oder Fahrspuren reduzieren und den freigewordenen Platz für den Umweltverbund nutzen. Durch die Einführung des Parkpickerls im Bezirk wird sich hoffentlich ausreichend Spielraum für eine entsprechende Umgestaltung ergeben. Es ist da jedenfalls auch wichtig die Kreuzung beim Türkenschanzplatz mitzudenken, und natürlich die Weiterführung einer attraktiven Rad-Verbindung entlang der Vorortelinie, bzw. auch in die Gersthofer und/oder Währinger Straße (die Kreuzungsbereiche sind ja derzeit der reine Horror).

Raphael Vetter
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a year ago

Hier eine Stellungnahme der MA 28:

Die Gersthofer Straße im Abschnitt zwischen der S45- Station Gersthof und dem Türkenschanzplatz wurde schon mehrmals mit dem Fokus auf die Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs verkehrstechnisch untersucht.
Sämtliche Lösungsansätze (z.B. Entfernung des MIV´s von den Gleisanlagen, Busspur auf den Gleisanlagen)waren mit einem erheblichen Leistungsverlust für den MIV verbunden.

Die im Rahmen der vorliegenden Uni- Projektsarbeit vorgeschlagene Umwandlung der Schrägparkordnung in eine Längsparkordnung würde den Verlust der Baumreihe auf Seiten der geraden Ordnungsnummern bedingen. Eine derartige Maßnahme wäre natürlich schwer der anrainenden Bevölkerung zu kommunizieren.
Aufgrund der oben genannten Sachverhalte (Leistungsfähigkeit, erforderliche Baumfällungen) erscheint die Realisierung einer Radfahreinrichtung im gegenständlichen Abschnitt schwierig.

Der in der Uni- Projektsarbeit vorgeschlagene Querschnitt in der Max- Emanuel- Straße (Mehrzweckstreifen, baulicher (Geh- und) Radweg) wurde im Rahmen einer Radfahr- Machbarkeitsstudie untersucht.
Die geforderten Mindestquerschnitte für Fahrstreifen mit Busbetrieb und Radfahranlagen können gemäß dieser Studie nicht eingehalten werden.
Bei Beibehaltung der vorliegenden Verkehrsorganisation ist daher auch in diesem Abschnitt die Realisierung einer Radfahranlage nicht möglich.
Alternativ wird momentan die Machbarkeit der Anbindung des Boku- Hauptgebäudes über die Hasenauer Straße geprüft.

Aufgrund des vorliegenden Straßenquerschnittes erscheint eine Radfahranlage in der Peter- Jordan- Straße zwischen der Max- Emanuel- Straße und der Gregor- Mendel- Straße bzw. der Hans- Richter- Gasse bei Aufrechterhaltung der bestehenden Stellplätze noch am ehesten realisierbar.
Eine diesbezügliche Planung ist in Ausarbeitung, eine definitive Querschnittsfestlegung ist allerdings noch ausständig.

Raphael Vetter
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2 years ago

Bei der BOKU-Mobilitätserhebung von Mai/Juni 2014, mit einer Rücklaufquote von 40%, kamen folgende Ergebnisse heraus:

Wahl des Verkehrsmittels zur und von der Türkenschanze:

  • Öffentliche Verkehrsmittel 50%
  • Motorisierter Individualverkehr (MIV) 17%

  • Fahrrad 12 % -> hochgerechnet in absolute Zahlen bedeutet das 997 Personen die jeden Tag mit dem Rad an der Türkenschanze sind!!

  • Fuß 21%

Fahrrad:

  • 66 % fahren zumindest manchmal mit dem Fahrrad zur Türkenschanze, an durchschnittlich 1,04 Tagen/Woche.

  • Diese beurteilen eine Fahrradanlage zwischen Türkenschanze und Muthgasse als eher wichtig (0,65 auf einer Skala von 0=unwichtig bis 1=wichtig)

  • Weitere Fahrradanlagen werden als mäßig wichtig eingeschätzt (0,25)
  • Wenn im 18. Und 19. Bezirk ein Parkpickerl eingeführt werden würde (2Euro/h) würden 40% der Autofahrer insgesamt und 26% der Vielfahrer aufs umsteigen.

Anmerkung: Erhebung wurde vor Ausweichquartier Augasse gemacht.

Raphael Vetter
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2 years ago

Nach Recherchen können wir eine weitere Variante aufzeigen:

Als sinnvollere Variante wäre ein Mehrzweckstreifen bergab und bergauf ein Radweg in der Max-Emanuel-Straße auf dem Gehsteig auf der Seite des Türkenschanzparkes realisierbar. Beide Mehrzweckstreifen auf der Fahrbahn ohne Gehsteigrückbau im Bereich der Max-Emanuel-Straße ist aufgrund des geringen Fahrbahnquerschnittes bei Belassung beider Fahrstreifen (diese sollten in Hinsicht auf die angestrebte Verbesserung für den öffentlichen Verkehr im weiter unterliegenden Abschnitt der Gersthoferstraße jedenfalls belassen werden) nicht möglich.

Ruth Fartacek
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2 years ago

Super Sache. Ein großer Vorteil von mehr Platz auf der Gersthoferstraße wäre auch, dass man nicht ständig Angst haben muss, in die Schienen der Straßenbahn zu kommen. Das ist echt gefährlich!