Umstieg auf Heften ohne Metallklammern

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Situation

Ich bin auf der Uni beschäftig und muss hierbei unter anderem immer wieder Seiten zusammenheften. Zufällig hatte ich auf meinem Platz von einem Vorgänger eine klammerlose Heftmaschine. Dieses Gerät stanzt das Papier und faltet es gleichzeitig so ineinander, dass die Papierseiten ohne ein anderes Verbindungsmittel gut zusammenhalten. Das brachte mich zum Nachdenken über das Thema Metallklammern. Wie oft wird wohl zum Zusammenheften von 2-6 Seiten mit Metallklammern geheftet? Wieviel Metall wird dadurch verbraucht, ohne einen Sinn zu haben, der über das Zusammenhalten einiger Papierseiten hinausgeht? Weiter geschiet es sogar manchmal, dass diese Metallklammern Shredder oder andere teurere Geräte verstopfen und dadurch beschädigen. Häufig habe ich daran gedacht zu versuchen diese einfachen Hefter irgendwie bekannter zu machen, weil ich die Idee so toll finde ohne Klammern heften zu können und so der Umwelt und der Geldbörse gleichzeitig einen Gefallen zu tun. Der BOKU Nachhaltigkeitstag bietet meiner Ansicht nach die ideale Plattform um diese Idee vorzustellen.

Lösung

Ich habe mir vorgestellt die Lösung wäre, sämtliche Stellen der BOKU die Papierseiten zusammenheften (Institute, Sekretariate, Zentren,...), mit diesen klammerlosen Heftklammern auszustatten und die MitarbeiterInnen dazu anzuregen, so weit es geht ohne Metall zu heften.

Die Leistung der kleinen Klammermaschinen (2-6 Seiten) kann wahrscheinlich problemlos komplett ersetzt werden! Die großen wohl noch nicht. Vielleicht lässt sich hier eine verbesserte Technologie entwickeln.

Selbst wenn dicke Stapel nur noch mit großen Klammern geheftet werden müssen, ist der Umwelt dennoch gutes getan.

Diese innovative Art zu Klammern kann auch bei gehefteten Aussendungen die von der BOKU gesendet werden ein Statement zur Ressourcenschonung sein!

Der weitestgehende Umstieg auf klammerlose Hefter brächte:

  • Nachhaltig einen ressourcenschonenden Umgang mit dem Rohstoff Metall im Büro
  • Auf lange Sicht Ersparnisse weil keine Klammern mehr bestellt werden müssten
  • Ein Statement nach Außen, dass auch problemlos ohne Klammern geheftet werden kann und somit auch anderen Anreize zu geben auf klammerlose Systeme umzusteigen
Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit
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Erstellt von  Roswitha Samek vor einem Jahr

Beiträge

Roswitha Samek
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vor einem Jahr

Sehr schade!

Ich dachte mir, dass sie gerade für beispielsweise Fragebögen etc. die nur einmal zusammengeheftet und danach häufig entsorgt werden, eine umweltschonendere Alternative darstellen.

Ich schätze allerdings, dass viele diese alternative Möglichkeit auch noch gar nicht kennen.

Besten dank fürs dahinterklemmen :-)

Mit freundlichen Grüßen

Roswitha

Julia Buchebner
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vor einem Jahr

Hallo zusammen!

Gerne möchte ich die Stellungnahme des Facility Managements hiermit weiterleiten.

Aufgrund bereits vorliegender Erfahrungen mit metallfreien Hefter an der BOKU in den letzten Jahren gibt es eine Skepsis bzgl. der Eignung/Nutzen/Qualität gewisser Modelle. So hat in der Vergangenheit oftmals die Stanzung nicht funktioniert, das Handling war nicht userfreundlich oder die Produkte waren nicht sehr langlebig. Andere, höherwertigere Produkte wiederum, waren relativ teuer im Vergleich zum Standardhefter.

Weitere Aspekte die zu bedenken sind:
- Stanzleistung liegt bei maximal 5 Blatt
- Produkte im einschlägigen Büromaterial-Handel kaum als "Lager"-Produkt erhältlich
--> Sonderartikel, Produktpreis kaum verhandelbar, Lieferzeiten von durchschn. 4 Wochen
- Schwindend geringe Nachfrage an der BOKU in den letzten Jahren
- Eine Vielzahl der Unterlagen wird kopiert, gescannt u.dgl. das heißt eine etwaige Klammerung muss oftmals wieder gelöst werden. Dies funktioniert bei Heftklammern i.d.R. problemlos - gestanzte Unterlagen können zwar wieder getrennt werden, jedoch produzieren diese Unterlagen bei Kopierern Papierstaus im Einzug weil die Walzen an der Stanzstelle hängenbleiben (Unterlagen könnten zerstört werden) --> die genannte Ressourceneinsparung (Heftklammern aus Metall) könnte sich also in vielen Fällen in einen erhöhten Aufwand in Papierstau-Entfernung u. ev. notwendiger Reproduktion von zerstörten Original-Unterlagen umkehren

Eine Aufnahme in den eShop erfolgt bei Sonderartikeln bedarfsorientiert. Aufgrund der o.a. Einschätzung ist aus heutiger Sicht keine Aufnahme von metallfreien Klammern angedacht. Dies kann sich jedoch ändern, wenn die Nachfrage steigt.

--> d.h. es wäre interessant herauszufinden, wieviele Personen an der BOKU gerne so einen Hefter verwenden wollen würden?

Die für den BOKU e-Shop zuständige Person hat angeboten, sich im Bedarfsfall am Markt umzusehen und Preisvergleiche anzustellen.

Beste Grüße,

Julia Buchebner

Nora Theiss
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vor einem Jahr

Ich finde das super!

Marlis Pardeller
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vor einem Jahr
Roswitha Samek
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vor einem Jahr

Liebe Frau Buchebner,

Ich habe meiner Mutter ein klammerloses Heftgerät über das Internet bestellt.
Grundsätzlich wird diese umweltfreundliche Technik in Österreich so gut wie nicht verwendet, daher kann man sie aus Österreich auch noch nicht bestellen. Umso wichtiger wäre es somit mmn hier einen Schritt in diese Richtung zu gehen.

Preislich heben sie sich eigentlich nicht von herkömmlichen Klammergeräten ab.
Hier eine HP wo man sie bestellen könnte:
http://www.mercateo.at/kw/klammerloser%2820%29hefter/klammerloser\_hefter.html

Ein weiterer positiver Punkt ist, dass von einigen Herstellern das Gehäuse aus Recycling Kunststoff hergestellt wird.
Ich kann Ihnen das Gerät auch gerne mal herzeigen wenn Sie wollen.

Falls ich Ihnen weiterführend irgendwie behilflich sein kann geben Sie mir bitte einfach Bescheid.
Es würde mich sehr freuen wenn diese Idee angenommen wird.
Mit lieben Grüßen
Roswitha Samek

Julia Buchebner
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vor einem Jahr

Danke Frau Samek für diese Idee! Wo gibt es denn diese klammerlosen Heftklammerl zu kaufen, wissen Sie das? Und inwiefern unterscheiden sie sich preislich von den herkömmlichen? Ich denke es ist auf alle Fälle einen Versuch wert, ein paar "Hard Facts" zu sammeln und diese Information zB an den BOKU e-Shop oder andere relevante Netzwerke an der BOKU (zB Top Sek) zu schicken. Auch wenn man die Benutzung bestimmt nicht vorschreiben kann, könnte man die Vorteile gut und transparent darstellen und somit KollegInnen einladen, die umweltfreundlichere Variante auszuprobieren :) Liebe Grüße, Julia Buchebner