Distributed Computing in ZID Computersälen

Aktivität
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Situation

Leerer ZID Multimediaraum mit 10 eingeschalteten Rechnern (plus die vielen übrigen Rechner in den Computersälen), die lediglich im Leerlauf betrieben werden. Dies kostet unnütz Energie und Resourcen - warum können wir die verfügbare Rechenleistung nicht intelligenter und zielführender nutzen?

Lösung

Wäre es nicht effizienter, wenn lediglich die Hälfte der Rechner in den Sälen täglich angeschalten werden würden und diese dafür im Rahmen eines distributed computing Projektes wie z.B. Boinc (läuft auch auf allen gängigen Betriebssystemen) auch effektiv genutzt werden würden? Ich bin mir sicher, dass jeder Benutzer der IT Infrastruktur befähigt ist, die Rechner bei Bedarf selbstständig anzuschalten, zudem würde einem unnötigen Verscheiß der Hardware vorgebeugt werden.
Die freiwerdenden Resourcen der eingeschalteten Rechner im Leerlauf könnten somit z.B. für die Berechnung von mathematischen Modellen (z.B. bioinformatischer Natur oder ähnlichem) genutzt werden. Man könnte somit versuchen, einen hauseigenen Rechencluster mit der bereits verfügbarer Infrastruktur zu realisieren.

Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit
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Erstellt von  Hannes Konegger vor 3 Jahren

Beiträge

Andreas Schildberger
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Sehr geehrter Herr Konegger,
herzlichen Dank für Ihre Ideen und Vorschläge.

Ad Energiesparen:

Die öffentlich zugänglichen Rechner des ZID sind hinsichtlich ihrer Energiesparfunktionen so eingestellt, dass bei nicht aktiver Nutzung der Bildschirm nach 10 Minuten abschaltet und der komplette Rechner nach 30 Minuten in den Standby-Modus wechselt. Diese Einstellungen haben sich in der Praxis bewährt und bilden einen guten Kompromiss zwischen Benutzbarkeit/Bequemlichkeit und dem Willen mit Energie sorgsam umzugehen. Darüber hinaus steht es jedem Anwender bzw. jeder Anwenderin frei, nach getaner Arbeit den Rechner auch wieder herunterzufahren und so auch die Leerlaufzeit bis zum automatischen Energiesparen zu verkürzen. Außerhalb der Ferienzeiten freuen wir uns übrigens über eine durchaus intensive Nutzung unseres PC-Raum-Serviceangebotes.

Ad Distributed Computing:

Auch wenn ich persönlich die Unterstützung von Recheninitiativen mit altruistischem Hintergrund begrüße, ist die Nutzung der Userraumrechner für diesen Zweck doch auch mit Einschränkungen verbunden.

  • Der Energieverbrauch für die Rechenleistung fällt im Wesentlichen zusätzlich an, da die Geräte als Alternative zum Energiesparmodus/Standby rechnen würden.
  • PCs die über längere Zeit unter Volllast stehen, werden aufgrund des erhöhten Kühlbedarfs lauter. Das könnte den eigentlichen Einsatzzweck der Räume, ein möglichst ungestörtes, konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen, mitunter behindern.

Gegen eine Nutzung für Berechnungen im BOKU-Kontext spricht nichts Grundsätzliches. Wir haben die Rechner aus den Multimedia-Userräumen während der Nachtstunden im Zuge von Videoprojekten selbst immer wieder mal für das Rendern von Computeranimationen verwendet. Wenn es hier konkrete Projekte gibt, stehen wir für Gespräche gerne zur Verfügung. Bitte aber auch in diesem Kontext beachten, dass wir für größeren Bedarf an Rechenleistung (Scientific Computing) spezielle Angebote sowohl direkt an der BOKU als auch in einer interuniversitären Kooperation beim Vienna Scientific Cluster haben. Der Vorteil dieser Systeme mag in vielen Fällen darin liegen, dass aufwändige Rechenoperationen dort wesentlich energieeffizienter abgearbeitet werden können, als dies auf Desktop-Geräten möglich wäre.

Julia Buchebner
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vor 2 Jahren

Lieber Herr Konegger! Vielen Dank für Ihren Beitrag! mit dem Briefumschlag-Symbol (ganz oben) können Sie gezielt Experten / Zuständige der BOKU zu Ihrer Idee einladen, um ein Feedback zu erhalten. Ich werde das für Sie mal ans ZID weiterleiten... Wenn es darum geht, dass Personen zB nach Verwendung den PC wieder abdrehen, so könnten Hinweisschilder/Zettel hilfreich sein. Diese ließen sich bestimmt ohne großen Aufwand erstellen und anbringen. Freundliche Grüße, Julia B.