„CO2mpensio“ - die Kompensations-App für Autofahrten und Flugreisen

Aktivität
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Situation

Wir leben in einer Zeit in der individuelle Mobilität oder Flugverkehr von fast jedem Menschen in zunehmendem Maße genutzt werden. Dienstreisen, Fernbeziehungen, Heimatbesuche oder der tägliche Gang zur Arbeit. Egal ob notwendige oder dem Vergnügen dienende Mobilität: Jede Strecke die wir durch einen Verbrennungsmotor maschinell unterstützt zurücklegen, erzeugt zwangsläufig einen Ausstoß an klimarelevantem CO2.
Aktuell gibt es verschiedene Onlineplattformen, auf denen man für den verursachten Ausstoß CO2 Kompensation betreiben kann. Im Alltag sind diese Konzepte allerdings träge und mühsam, auch wenn die Theorie plausibel erscheint. Wer geht schon für jede zurückgelegte Strecke auf die Internetplattform, errechnet seinen CO2 Ausstoß, um sich dann auf seinem Bankkonto einzuloggen und einen Kleinstbetrag von 2,93 € (Bsp: für 750 km gefahrene Strecke mit dem Auto) zu überweisen? Oder wer kann wirklich absehen, wie viele Kilometer er in diesem Jahr fahren wird, um diese auf einen Schlag im Vorfeld zu kompensieren? Am Jahresende ist es zwar einfacher die gesamtgefahrenen Kilometer festzustellen, doch eine größere einmalig zu zahlende Summe stellt auch gleichzeitig eine größere Hürde dar eine Überweisung zu tätigen. Es fehlt ein Dienstleister, der einem zur Seite steht, nachdem man den positiven Entschluss gefasst hat zu kompensieren.

Lösung

"CO2mpensio" (gesprochen compensio) ist eine Smartphone-Applikation zur Kompensation des Kohlendioxidausstoßes im privaten und beruflichen Mobilitätsbereich. Der User hat die Möglichkeit durch "CO2mpensio" all seine zurückgelegten Strecken mit dem Auto oder dem Flugzeug CO2 zu neutralisieren. Mit Hilfe der App wird der Schritt zur Kompensation vereinfacht. Bestehende Projekte können mit 2 „Klicks“ gefördert werden. Nachdem die App installiert wurde und wahlweise ein Paypal-Konto oder die Kreditkarte hinterlegt ist, wird der Kunde bei Reisen die z.B. länger als 100km sind an sein gutes Vorhaben erinnert. „Lieber Markus, „CO2mpensio“ hofft du hast eine angenehme Reise gehabt und möchte dich fragen, ob du die zurückgelegten 125 km mit 0,54 € kompensieren möchtest.“ Der User bestätigt, die App öffnet sich und die zurückgelegte Strecke mit dem dazugehörigen Kompensatiosbeitrag erscheint. Mit einer erneuten Bestätigung wird das Geld vom Paypal-Konto des Kunden abgebucht. Ein großer Vorteil der App ist, dass so auch Kleinstbeträge ohne die Hürde der Kontoüberweisung in Betracht gezogen werden können. „CO2mpensio“ versteht sich als Dienstleisterapplikation zwischen kompensationswilligem Kunden und den entsprechenden Umweltschutzprojekten. Der für die Kompensation entrichtete Beitrag landet zu 100% in den dafür vorgesehenen Projekten.

Wir befinden uns gerade in der letzten Phase der Realisierung (Launch der App 18.6.2016) und begrüßen schon jetzt mit dem Kompensatiossystem des Zentrum für globalen Wandel unser erstes Partnerprojekt.

Mehr Infos unter http://compensio.org/ oder auch in der kommenden Frühlingsausgabe des ÖH-Magazins.

Und auf facebook: https://www.facebook.com/compensio/

Students´ Innovation Center [sic!]
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Erstellt von  Markus Ginders vor 2 Jahren
Co-Autor David Bernhard

Beiträge

Markus Ginders
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vor einem Jahr

Wie, das kleine Team von "CO2mpensio", möchten uns für die zahlreiche Unterstützung beim Voting zum Nachhaltigkeitspreis bedanken und freuen uns den Launch der App zum 18.06. bekannt geben zu können. In unserer ersten Version wird ausschließlich das Projekt in Äthiopien vom Zentrum für globalen Wandel unterstützt. Wir werden alle Spenden zu 100% in das Projekt zur Aufforstung einer Brachfläche fließen lassen und sehen diese erste Phase als Versuch so vielen Menschen wie möglich die Idee der CO2-Kompensation im Alltag spielerisch näher zu bringen.

David Lehner
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vor einem Jahr

Großartige Idee! Viel Erfolg!

Markus Ginders
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vor einem Jahr

Das kleine Team von CO2mpensio ist gerade sehr glücklich über Nominierung für den den BOKU Nachhaltigkeitspreis :-D

Markus Ginders
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vor einem Jahr

Hi Julia, schön, dass du schreibst. Wir haben es aktuell auf unserer überarbeiteten Landingpage angekündigt http://compensio.org/ . Das BOKU Kompensationssystem ist unser erster offizieller Partner in Sachen Klimaschutzprojekte. Wir freuen uns schon sehr auf die Zusammenarbeit!

Julia Buchebner
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vor einem Jahr

Hey super, schaut schon recht professionell aus! Wird die App eigentlich mit dem BOKU CO2 Kompensationssystem verknüpft sein oder welches andere System läuft im Hintergrund, das letztlich die Klimaschutzprojekte aufbaut, verwaltet, etc.? Alles Gute für den Start jedenfalls :)

Markus Ginders
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vor einem Jahr

Ein kleines Update: Es gibt uns jetzt auch auf Facebook. Link, siehe oben in der Beschreibung :-)

Markus Ginders
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vor einem Jahr

An alle Interessierten,

das erste Treffen mit Dominik Schmitz, Verantwortlicher für das BOKU CO2 Kompensationssystem, ist sehr positiv verlaufen. Ich habe Dominik als einen sehr offenen und positiv denkenden Menschen kennengelernt, der uns zu guten und weiter vertiefenden Ideenansätzen gebracht hat. Wir freuen uns sehr, dass in unserer ersten Prototyp Version, die wir allen BOKU StudentInnen und MitarbeiterInnen schon in wenigen Wochen zur Verfügung stellen möchten, alle BOKU CO2 Kompensationsprojekte vertreten sein werden.

Mich würde aktuell brennend interessieren, wer sich vorstellen könnte solch eine App für seine/ihre zurückgelegten Strecken oder Reisen nutzen würde.

Freu mich wie immer über euer Feedback.

Mit bestem Gruß

Markus vom "compensio" Team

Markus Ginders
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vor 2 Jahren

Hi Georg,

vielen Dank für deinen Post. Das Gespräch mit euch hat uns sehr weiter gebracht, vor allem was die Planung der ersten Version der App angeht. Wenn alles gut läuft, könnte ich mir vorstellen, dass schon im Sommersemester alle StudentInnen, sowie die MitarbeiterInnen der BOKU all ihre Autofahrten (für externe in die Heimat, für mit dem Auto anreisende Ihre kummulierten monatlichen Anfahrten und alle sonsitgen Reisen, die für die BOKU durchgeführt werden) über "compensio" einfach und ohne weitere Hürden kompensiert werden können. Im nächsten Schritt treffen wir uns mit dem BOKU Kompensationsprojekt und dem Zentrum für globalen Wandel, sowie mit dem ÖH Wirtschaftsref, dem Ref für Umwelt und Nachhaltigkeit und dem ÖH Vorsitz um eine eventuelle Kooperation und Unterstützung zu besprechen. FInde es klasse, dass alle an der BOKU so positiven gegenüber neuen Ideen sind und man immer auf ein offenes Ohr trifft. Wir freuen uns über jede weitere Anregung.

Gruß Markus

Georg Zukrigl
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vor 2 Jahren

Hi Markus,

wir (Studienvertretung Kulturtechnik und Wasserwirtschaft der ÖH BOKU) finden dein Projekt sehr spannend und können uns vorstellen, es finanziell zu unterstützen, sobald es einen konkreteren Plan gibt und auch die Zusammenarbeit mit dem Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit (Dominik Schmitz) konkret wird. Auch wollen wir einen sichtbaren Bezug zu den BOKU-Studierenden sehen, um eine Förderung für uns zu legitimieren.

Danke für deinen Besuch letztens in unserer Sprechstunde und halte uns bitte auf dem Laufenden :)

Markus Ginders
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vor 2 Jahren

Hey Stephan,

nochmal danke für den kreativen Input. Wir werden das mit in Betracht ziehen!!
Find's cool, dass du mitdenkst!

Gruß Markus

Stephan Charalampopoulos
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Lieber Markus,

nach weiterer Überlegung ist es wahrscheinlich sinnvoll, jenes Geld zumindest einzusammeln, was ohne die App gar nicht zur Verfügung stehen würde und damit etwas gutes zu Tun.
Trotzdem sehe ich deinen Wunsch noch immer problematisch, Menschen die noch keinen ökologischen Mindset besitzen auf diesem Weg dazu bewegen zu wollen. Vielleicht könnte es auch eine Anreizfunktion geben, zB. im Sinne von:

Jemand plant eine Fahrt mit den Öffis/mit dem Auto von einem Ort in Wien zu einem anderen in Wien. Wenn man dies bei der App zur Berechnung des Kompensationsbeitrags eingibt, könnte die App den Vorschlag geben: "Fahren Sie diese Strecke mit dem Fahrrad/gehen Sie zu Fuß und Sie gewinnen folgende Punkteanzahl dafür".

Diese Punkte könnten in Form eines Spiels/Wettbewerbs der auch in sozialen Medien gepostet werden. Also dass man immer mehr Punkte sammelt, wenn man in Abhängigkeit von den Strecken die man zurücklegt, möglichst keine Emissionen überhaupt erst produziert. Die Punkte könnten dann für wirklich unvermeidbare Autofahrten zB. eingesetzt werden anstatt dafür Geld zu zahlen (wenn jemand CO2-neutralität in seiner Mobilität anstrebt)..

Auch wenn sich dieses Konzept wahrscheinlich zahlenmäßig nicht ausgehen wird, leistet es glaub ich zumindest einen Anreiz sich auch körperlich zu bewegen (zu Fuß gehen/Fahrrad fahren) anstatt "nur" einen finanziellen Betrag für die eigene Faulheit zu zahlen.

Wenn man wollte könnte man es eben auch noch mit der sportlichen Komponente verbinden. Und zwar so, dass man eben die Meldung bekommt: "....gewinnen Sie soviele Punkte und verbrennen Sie soviele Kcal (im Wert von einer Tasse heißer Fairtrade-Schokolade)

[+ eventuell kleine Werbung von Fairtrade Trinkschokolade wenn nötig für das finanzielle Konzept der App]

Dominik Schmitz
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vor 2 Jahren

Lieber Markus,

Lass uns treffen, ich finde die Idee gut und würde das gerne mit dem BOKU Kompensationssystem verbinden. Wenn noch jemand Lust hat dabei zu sein. Wir schreiben den Termin dann auf Crowd Lynx.

Dominik

Markus Ginders
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vor 2 Jahren

Lieber Stephan,

vielen Dank für deine Kritik. So etwas bringt mich weiter. Ich weiß es besonders zu schätzen, da es nicht einfach ist so etwas "zu Papier" zu bringen.

Ergänzend zu meiner Idee: die App zielt unter anderem auf Menschen ab, die bisher noch keinen wirklichen Bezug zur Nachhaltigkeit haben und versteht sich als Brücke zu einem ökologischeren Mindset. Durch kleinste Beträge und das abschaffen von Hürden (jedes mal neu entscheiden zu kompensieren, auf die Internetseite gehen, Betrag ausrechnen, sich auf ein Kontoeinloggen, überweisen) und durch die Einfachheit einer Kompensation durch "compensio" kann jeder Teil eines laufenden Prozesses werden. Im Idealfall wirkt sich das auf weitere Handlung im Alltag des Users aus.

Konkret bei uns BOKU Studierenden und MitarbeiterInnen: Obwohl wir mit usnerem bereits fortgeschrittenen ökologischen Mindset womöglich schon den Grundsatz der Vermeidung leben, wird es Fahrten oder Flüge geben, die sich nicht vermeiden lassen, oder bei denen wir mal eine Ausnahme machen. Gerade unsere Generation sieht vor allem in der Mobilität (Reisen etc.) die Möglichkeit einer Horizonterweiterung und eine Art Lifestyle. Solche Ausnahmen könnten mit Hilfe der Erinnerungsfunktion der App ins Bewusstsein gerückt werden.

Damit die Beiträge auch einen möglichst großen Hebel haben, gehen sie zum einen zu 100% in die Projekte und um sicher zu stellen, dass diese Projekte einen nachweislichen Impakt haben, würde ich gerne mit dem BOKU CO2 KOMPENSATIONSSYSTEM zusammenarbeiten.

Und nun nochmal konkret zur Idee und warum ich denke, dass sie funktioniert: Es gibt einen Markt für Kompensation, es gibt noch keine Dienstleistungsapplikation in diesem Bereich, der Markt für Kleinstkompensationen kann durch "compensio" und paypal erschlossen werden, punktgenaue Kompensation wird möglich gemacht

Mit bestem Gruß

Markus

Stephan Charalampopoulos
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Hallo Markus,

Danke für deine Idee. Eigentlich ein guter Gedanke aber in meinen Augen auch eine Lizenz zum Verschmutzen. Vor allem im privaten Bereich sollte man sich überlegen was es für einen Sinn macht zu Verschmutzen und dann zu Kompensieren. Das ist wie wenn man von McDonalds direkt ins Fitnessstudio geht. Außerdem ist es mit Kompensationsprogrammen sehr schwer nachzuvollziehen was jetzt wirklich in die Berechnung der Emissionen bzw. des Kompensationsbeitrags einfließt. Nicht zu schweigen von der Tatsache dass die Kompensation oft erst nach mehreren Jahren funktionieren kann (zB. Kompensation in Form von Aufforstung). Man sollte meiner Meinung nach überhaupt versuchen Emissionen gar nicht entstehen zu lassen. Eine App die in sekundenschnelle ein fälschlicherweise reines Gewissen produzieren kann, ist demnach nicht für einen Lebensstilwandel förderlich.

Markus Ginders
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vor 2 Jahren

Hi Julia, danke für deinen Beitrag. Könnte mir das sehr gut vorstellen in Zusammenarbeit mit dem BOKU CO2 Kompensationssystem. Danke für die Einladung des Projektleiters. Aktuell sind wir mit der Umsetzung des Prototypen beschäftigt und ich würde mich freuen, wenn die BOKU als Kooperationspartner auftreten könnte. Wäre toll sich in den nächsten Tagen mal zusammen zu setzen.

Julia Buchebner
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vor 2 Jahren

Gute Idee, die App! Wäre jedenfalls super sinnvoll, sie mit dem bestehenden BOKU CO2 Kompensationssystem zu verbinden: http://www.boku.ac.at/wissenschaftliche-initiativen/zentrum-fuer-globalen-wandel-nachhaltigkeit/themen/nachhaltigkeit/co2-kompensation/ Habe den Projektleiter zur Idee eingeladen. LG, Julia Buchebner